Peter

Heute (30.03.) angesprochen:
Zusammenwirken beider Hände, indem die linke Hand den Druck über die Tsunomi (im Daumengrundgelenk) nach vorne in Richtung des Mato steigert und die rechte Hand dann als Antwort auf diesen starken Druck der linken Hand die Sehne freigibt.
Bitte wiederholt bewusst vor dem Makiwara üben.

Peter

Wir sollten in den nächsten Übungseinheiten einmal auf das Geräusch achten, das bei einem korrekten und vor allen Dingen auch kraftmäßig passenden Griff mit dem Handschuh vor dem Abschuss entsteht.
Ein Anfänger hält den Daumen mit zu großer Kraft -> es gibt kein Geräusch!
Der Fortgeschrittene hält den Daumen gerade noch mit der erforderlichen Kraft -> dabei entsteht bei Benutzung von Giriko-Pulver ein „knarzendes" Geräusch bei einem nachlassenden Druck zwischen Daumen und Mittelfinger/Zeigefinger.

Als Folge der Kraftsteigerung der linken Hand wird dann die Sehne aus der Sehnengrube gezogen...

Hier genau Hinsehen:
1) Der Beobachter sieht über die rechte Schulter auf die rechte Hand des Schützen: Der Sehnenwinkel verändert sich, die Sehne rutscht an der Zeigefingerseite beim Nobiai... Yagoro etwas nach vorne.
2) Der Beobachter sieht sich die Position von Daumen und Zigefinger direkt nach dem Schuss (ggf. im Zanshin) an: Der Daumen hat Kontakt mit dem Zeigefinger! Das ist ein Beleg darür, dass der Kyudoka nicht einfach „nur die rechte Hand aufmacht", sondern die Sehne zwischen Zeigefinger und Daumen nach vorne geschnellt ist.

Peter

Die Kirschblüte hat heute offiziell im Süden der japanischen Inseln (Kagoshima) begonnen und wandert bis Ende April in den hohen Norden (Sapporo)...

Gerd

WOW. Das hatte ich am Sonntag nicht mitbekommen.

Vielen Dank, das du es mitgebracht hast Azusa und vielen Dank an deine Mutter für dieses schöne Geschenk.

Peter

Kleine Korrektur: Links steht der Künstlername, nicht eine Graduierung

Peter

Zur Erinnerung eine Aufnahme aus Lübeck, die (erkennbar an der roten Linie) die Kraftlinie vom Ellenbogen bis zum Daumengrundgelenk zeigen soll.
Diese Handhaltung erleichtert oben den Druck und unten am kleinen Finger den festhaltenden Zug beim Abschuss.
Wenn die Kraftverteilung korrekt ist, wird der obere Wurfarm beschleunigt, der untere leicht gebremst. Nach Aussagen vom Bogenbauer Shibata sorgt der untere Wurfarm für die größere Schussweite, der obere Wurfarm für die Genauigkeit und die Durchschlagskraft des Pfeils.
Als Ergebnis der korrekten Arbeit der Tsunomi sollte daher bei Heki der Bogen nach dem Weiterdrehen (Yugaeri) oben leicht in Richtung Ziel geneigt sein. Shomenschützen versuchen, die Sehne im Zanshin dagegen senkrecht zu halten.
Jedem Anfänger fällt es schwer, den Bogen überhaupt kontrolliert über den Abschuss noch zu bewegen. Das Öffnen der Hand ist ein Zeichen, dass hier noch geüübt werden muss. Inagaki umwickelte die Bogenhand seiner Schüler auch schon einmal mit Klebeband, um das Öffnen der Hand zu vermeiden. Der Daumen sollte bis zur Endform im Zanshin einen festen Kontakt mit dem Mittelfinger haben.
Die Bogenstärke muss daher zur vorhandene Kraft des Schützen passen.

Peter

Erste Info... Eine nicht funktionierende Sehne würde für den Bogenschützen in der Schlacht andere Folgen haben als für uns... Daher immer nach dem Training zuhause das Material prüfen: Sehnenöhrchen, Spannhöhe, Mittenwicklung, Nockpunkt... Wenn man bei Trainingsbeginn einen Defekt feststellt, ist es zu spät...

Peter

Zur Anfertigung der Mittenwicklung (Nakashigake) gibt es Videos um Netz...